CE-Kennzeichnung

Die CE-Kennzeichnung sagt aus, dass das Produkt einer oder mehreren Sicherheitsvorschriften der EU genügt und wird an kompletten Produkten oder Geräten angebracht.
Bei unseren Produkten handelt es sich um elektronische Bauelemente, sogenannte Grundbauteile, welche nicht der CE-Kennzeichnungspflicht unterworfen sind. Im Einzelnen die in Betracht kommenden Richtlinien:

Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU

Die Niederspannungsrichtlinie gilt nach ihrem Artikel 1 für die Sicherheit „elektrischer Betriebsmittel“ sofern die Betriebsspannung innerhalb der Grenzen der Niederspannungsrichtlinie liegt. Der Kommissionsleitfaden zur Richtlinie stellt in seinem § 7 klar, dass Grundbauteile keine elektrischen Betriebsmittel sind und daher auch nicht von der Richtlinie erfasst werden. Die Niederspannungsrichtlinie gilt danach also nicht für Grundbauteile, „deren Sicherheit überwiegend nur im eingebauten Zustand richtig bewertet werden kann und für die eine Risikobewertung nicht vorgenommen werden kann“. Vor diesem Hintergrund ist eine CE-Kennzeichnung elektronischer Bauelemente nach der Niederspannungsrichtlinie nicht möglich.

EMV-Richtlinie 2014/30/EU

Die EMV-Richtlinie regelt laut Artikel 1 die elektromagnetische Verträglichkeit von„Betriebsmitteln“. Gemäß Artikel 3 handelt es sich dabei um „Geräte“ oder „Anlagen“. Eine Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung von einzelnen elektronischen Bauelementen in diesem Sinne ist nach EMV-Richtlinie damit nicht möglich.

Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

Die Maschinenrichtlinie regelt die Sicherheit vollständiger Maschinen. In zwei Ausnahmen enthält sie auch Regelungen für Maschinenbestandteile: „unvollständige Maschinen“ und „Sicherheitsbauteile“: Als unvollständige Maschinen wird nach Artikel 2, Buchstabe g) „eine Gesamtheit, die fast eine Maschine bildet“, bezeichnet. Für ein elektronisches Bauteil trifft das grundsätzlich nicht zu. Sicherheitsbauteile können prinzipiell auch elektronische Bauteile sein. Voraussetzung, um in den Geltungsbereich der Maschinenrichtlinie zu fallen, ist jedoch, dass den Bauteilen von ihrem Hersteller eine ausdrückliche Zweckbestimmung zur Erfüllung einer Sicherheitsfunktion nach Maschinenrichtlinie beigegeben wird. Andernfalls ist eine Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung von einzelnen elektronischen Bauelementen nach der Maschinen-Richtlinie nicht möglich.

RoHS-Richtlinie 2011/65/EG

Der Geltungsbereich dieser Richtlinie erstreckt sich zunächst nur auf „Geräte“, nicht aber unmittelbar auf deren Bauteile. Unabhängig davon regelt die RoHS-Richtlinie neben Endgeräten auch deren „Zubehör“ und „Ersatzteile“ unmittelbar. Unter besonderen Umständen könnten elektronische Bauteile in diese beiden Kategorien fallen. Allerdings sieht die RoHS-Richtlinie für Zubehör und Ersatzteile keine CE-Kennzeichnung, sondern ausschließlich nur die Pflicht zur Einhaltung der Stoffverbote vor. Elektronische Bauteile können daher nicht mit der CE-Kennzeichnung nach RoHS-Richtlinie versehen werden.

Keine der genannten Rechtsvorschriften erfasst Grundbauteile.
Eine CE-Kennzeichnung oder Konformitätserklärung ist danach nicht vorgesehen und wäre unzulässig.

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